05 - DAS MATCHA-RITUAL

Es liegt etwas Beruhigendes darin, Matcha zuzubereiten.

Das leise Geräusch des Bambusbesens an der Schale. Die Wärme der Keramik in den Händen. Die kleinen Bewegungen des Besens, während sich der Matcha langsam in eine feine, cremige Konsistenz verwandelt.

Es dauert nicht lange.

Ein wenig Pulver, etwas Wasser, ein paar Minuten Aufmerksamkeit – und plötzlich fühlt sich der Morgen ein wenig langsamer an. Vielleicht sind es genau diese kleinen Rituale, die sie so besonders machen. Sie müssen nicht kompliziert oder perfekt geplant sein. Sie geben uns einfach einen Grund, kurz innezuhalten. Auch eine Lieblingsschale kann Teil dieses Rituals werden.

Mit jeder Benutzung wird sie vertrauter. Vielleicht verändern sich kleine Stellen der Glasur, eine feine Spur des Gebrauchs bleibt zurück, oder man greift ganz selbstverständlich immer an dieselbe Stelle.

Nichts Kompliziertes.

Nur ein paar ruhige Minuten, um langsamer zu werden und ganz im Moment zu sein.

 

 

Zurück zum Blog